Aktuellt

 

renariskogen

 

Traurig genug dass die Forstwirtschaft in unserem Land Schweden derzeit mit Methoden betrieben wird, welche Tier und Pflanzen benachteiligen. Im Prinzip werden aber auch andere Gewerbe oder andere Arten den Wald zu nutzen, eine vielfältige Waldnutzung, ausgeschlossen. Hierzu gehören z.B. jegliche Art der Erholung und allgemeine Gesundheitsaspekte, ein ansprechendes Landschaftsbild, saubere Gewässer, Jagd und Fischerei, Bewahrung von Kultur- und vorgeschichtlichen Stätten, der Wald als natürlicher Vorratsschrank (Naturnahrung), Rentierweiden, Forschung und naturnaher Tourismus.

Man verhindert weiterhin, sowohl in der Praxis als auch auf behördlicher Ebene, auf andere Weise Holz zu entnehmen oder den Wald zu bewirtschaften, obwohl andere Methoden existieren, welche potentiell sowohl zu einem besseren Ertrag führen als auch das Waldmilieu schonen würden.

Auf diese Weise wird die Forderung des Waldpflegegesetzes unbeachtet gelassen, dass Produktion und Milieu gleichermaßen berücksichtigt werden sollen, dass diese gleichermaßen bedeutsam sind.

Konflikte zwischen der lokalen Bevölkerung und der Forstwirtschaft in den letzten Jahren in Valvträsk, Storön, Kassjö, Finnskogen, Yxsjöberg und die Konflikte der Rentierhalter mit der Forstwirtschaft sind Beispiele dafür, dass die herrschenden Umstände unhaltbar sind.

Das gängige Modell, mit großen Kahlschlägen, Monokulturen und Bewirtschaftungsmethoden wie Bearbeitung des Mineralbodens, Düngung, Entwässerung von Feuchtgebieten und Giftbehandlung der Pflanzen etc. ist veraltet. Es repräsentiert eine Art Macho-Benehmen im Wald – inhuman, maschinenangepasst, brutal und altmodisch. Es entspricht in keiner Weise den modernen Forderungen der vielfältigen Waldnutzung, Flexibilität und Rücksichtnahme.

Die Forstwirtschaft muss lernen die Bewirtschaftung der Wälder anzupassen, nicht nur an die Natur, sondern auch an die jeweiligen individuellen sozialen oder ökonomischen Umstände und Möglichkeiten, die vor Ort herrschen. Der Bedarf der Sami Wald als Winterweide für die Rentiere zu nutzen ist einer dieser Fälle. Außerdem ist es wichtig, dass es Natur und lebendige Wälder in der Nähe der Wohnorte von Menschen gibt. All diese Dinge müssen sorgfältig untersucht werden, im Einverständnis mit allen Beteiligten.

Nicht nur ökonomisch gibt es auf nationalem Niveau etwas zu verlieren. Andere Gewerbe als die Forstindustrie warten auf ihre Chance.

Schützt den Wald – Schweden möchte also nicht nur die übrig gebliebene Naturwälder bewahren. Wir arbeiten auch dafür, dass der bewirtschaftete Wald auf eine Weise bewirtschaftet wird, dass andere Nutzungsmöglichkeiten nicht ausgeschlossen oder erschwert werden.

Wir wollen, dass das Jedermannsrecht eine stärkere Stellung erhält.
Wir wollen, dass das Gesetz umformuliert wird, so dass all dies absolut eindeutig wird.

Das allgemeine Ziel sind lebende Wälder und eine lebende Natur.

 

socialhan2syn