Klima- und Landnutzungsexperte und seit mehr als 12 Jahren in Umweltfragen sowohl in Schweden als auch im Ausland aktiv.
Wald ist für mich Ruhe, Erholung und Harmonie – dieses komplexe Ökosystem und sein wimmelndes Leben ist für mich absolut atemberaubend, im Wald werde ich daran erinnert, wie wichtig das Echo vor dem Ego ist. Das Engagement, die riesigen Kohlenstoffspeicher unserer letzten Naturwälder zu retten, in denen es von Leben nur so wimmelt, ist unermüdlich, weil ich glaube, dass zukünftige Generationen das Recht auf einen bewohnbaren, widerstandsfähigen und gesunden Planeten haben und nicht zuletzt, dass sie die gleichen Waldspaziergänge erleben sollten, die es mir immer schaffen, mir Erholung und Perspektive zu geben.
Für die heutige Zeit ist das leider keine Selbstverständlichkeit – die Bedrohung für den letzten Rest Naturwald nimmt täglich zu. Sehr beängstigend, denn geschützte Wälder sind unser bester und wichtigster Freund im Kampf gegen den Klimawandel. Schweden sollte das Richtige tun und damit beginnen, Gesetze für eine Forstpolitik zu erlassen, die Schwedens Verpflichtungen aus dem Pariser Abkommen, dem UN-Übereinkommen über die biologische Vielfalt und dem ILO-Übereinkommen 169 respektiert, das besagt, dass indigene Völker das Recht haben, Nein zu Eingriffen in ihr Land zu sagen. Zusammen setzen diese drei internationalen Konventionen einen klaren Rahmen dafür, wie viel und auf welche Weise wir unsere Wälder bewirtschaften dürfen. Wenn wir anfangen würden, genug zu schützen und statt wie heute den Wald fair und nachhaltig zu bewirtschaften, würde der Wald zum positiven Puzzleteil der beiden schicksalhaften Themen unserer Zeit werden; die Klimakrise und der Verlust der Artenvielfalt – so dringend notwendig. Das ist eine Tatsache, für die ich immer wieder Motivation empfinde, dafür zu kämpfen.



